Aufbruch - Kapitel 5 - Erste Erkenntnisse
Shownotes
Nach der Ankunft in einer fremdartigen Kuppel bricht für Ana und ihre Begleiter das bisherige Weltbild endgültig zusammen. Anführer Geoffrey enthüllt das Unfassbare.
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00:00:00: Kapitel V. Erste-Erkenntnisse, neunter September zwei tausend sieben und sechzig.
00:00:06: Anna weigerte sich innerlich noch immer das Unmögliche zu akzeptieren während Sie den Blick nach oben zwang wo sich anstelle einer schützenden Decke der Sternen übersehte.
00:00:15: Kosmos wölbte so abgrundtiefschwarz wie sie ihn in der trüben Atmosphäre der Erde nie zuvor erblickt hatte.
00:00:22: die luft innerhalb der kuppel schien unter einer unsichtbaren Spannung zu vibrieren fast so als sei sie elektrisch geladen von jener ungeheuerlichen Wahrheit, die sich in diesem Moment über ihnen offenbarte.
00:00:35: Wie ist das möglich?
00:00:36: flüsterte sie wobei ihre Stimme kaum mehr als ein heiserer Hauch war.
00:00:41: erstickt von einem ehrfürchtigen Staunen dass jede Logik verdrängte Das kann nicht echt sein stieß Lin hervor deren Gesicht im Fallen gespenstischen Licht des fünften Planeten Aschfall und beinahe transparent wirkte.
00:00:55: so etwas sind wir überhaupt noch auf der Erde.
00:00:59: Ashok schubt sich mit einer farigen Bewegung die Brille zurecht, eine nervöse Geste, die in dieser neuen Realität rein gar nichts mehr korrigierte.
00:01:08: Wenn das eine Projektion ist, stellte er mit brüchiger Stimme fest – dann eine von solcher Brillanz, dass sie jede uns bekannte Realität schlichtweg
00:01:17: aushebelt.".
00:01:18: In Die fassungslose Stille hinein sprach Jeffrey erneut «diesmal getragen von einer eindringlichen, fast feierlichen Ruhe».
00:01:26: Meine Damen und Herren, was Sie dort sehen ist keine Illusion.
00:01:30: Wir befinden uns in diesem Moment auf einem der Monde des Jupiters – auf Ganymedt!
00:01:36: Die Technik die sie an diesen Ort gebracht hat liegt weit jenseits dessen, was die herkömmliche irdische Wissenschaft gegenwärtig für möglich hält.
00:01:46: Er klang dabei nicht etwa triumphierend sondern seltsam erleichtert als hätte er soeben eine zentnerschwere Last abgelegt die er jahrelang im Verborgenen hatte tragen müssen.
00:01:56: Ö auf Ganymed Wiederholte Anna das Wort, dass sich auf ihrer Zunge fremd anfühlte, während ihr gesamtes Weltbild sich mit jeder Faser gegen diese Information aufbäumte.
00:02:08: Neben ihr flüsterte Ludwig mit einer vor Unglaubenrauen Stimme.
00:02:12: Das muss ein psychologisches Experiment sein.
00:02:15: Wir befinden uns in einem Labor Irgendwo tief unter der Erde.
00:02:20: Falls das hier ein Labor ist dann verfügt es zumindest über eine beeindruckende Aussicht, warf Makiko mit einem schiefen fast hysterischen Grinsen ein.
00:02:29: Mit zitterndem Finger deutete sie auf den äußersten Rand der Kuppel – wo winzige Eiskristalle im reflektierten Licht des Gasriesen wie eine verstreute Spur aus Diamanten funkelten.
00:02:40: Jeffrey lächelte mild jenes nachsichtige Lächeln das Anna bereits jetzt zu fürchten begann weil es stets der Vorbote.
00:02:51: Ich verstehe ihre Zweifel, sie sind nur natürlich.
00:02:55: Aber was Sie hier erleben ist die nackte Realität!
00:02:59: Die Stiftung Wissen für die Menschheit nutzt Technologien, die interplanetare Reisen in vertretbarer Zeit ermöglichen und wir befinden uns hier in unserer Ganymed-Basis.
00:03:09: Von diesem Außenposten aus versuchen wir, die Speziesmensch vor einem drohenden Point of No Return zu bewahren.
00:03:20: Seine sachliche, fast geschäftsmäßige Art machte die Ungeheuerlichkeit seiner Worte nur noch überwältigender.
00:03:27: Anna schloss fest die Augen und suchte verzweifelt halt in den harten Fakten ihres Gedächtnisses – Ganymed.
00:03:35: Dünne Exosphäre, Oberflächentemperaturen bis zu minus zweihundert Grad, gebundene Rotationen und eine massive Eiskruste über einem tiefen salzigen Ozean.
00:03:45: Die Station musste folglich mindestens zweiundzwanzig Stockwerke tief in den gefrorenen Boden reichen, so wie sie es bei der lautlosen Fahrt mit dem Aufzug vermutet hatte.
00:03:55: Nur dieser eine Hörsaal ragte wie ein einsamer Turm aus dem ewigen Eisempor – lediglich geschützt durch die nun transparent geschaltete Kuppel!
00:04:04: Unser Leben hängt an jeder einzelnen Schweißnaht und an jedem Algorithmus, der diese fragile Hülle stabil hält, dachte sie während ihr ein eisiger Schauer über den Nacken
00:04:14: lief.".
00:04:15: Doch im nächsten Moment durchzuckte sie ein Gedanke von solcher Klarheit, dass er jede Täuschung entlarven musste.
00:04:21: Die Gravitation Auf Ganymed betrug die Anziehungskraft lediglich Nullkommar Eins Vier Sechs-G.
00:04:29: Es hätte sich anfühlen müssen als könne sie mit einem leichten Satz die Decke berühren.
00:04:34: Warum aber fühlte sich ihr Körper so schwer und solide an wie in Nairobi?
00:04:39: Sie preste den Daumen prüfend gegen die harte Tischkante.
00:04:42: der Widerstand war fest vertraut und irdisch.
00:04:46: Mit dem brennenden Zorn einer betrogenen Schrie Anna so laut in den Saal, wie es ihre Lunge zuließ – Gravitation!
00:04:54: Jeffrey hielt mitten in der Bewegung inne, bedachte sie mit einem kurzen fast anerkennenden Blick und sprach dann ruhig weiter.
00:05:02: Ich sehe die Physik meldet sich zu Wort.
00:05:05: Er betätigte einen kaum wahrnehmbaren Schalter an seinem Pult und fügte hinzu.
00:05:10: Lassen Sie uns dieses Missverständnis korrigieren, Frau
00:05:13: Toureille.".
00:05:14: Plötzlich, beinahe übergangslos, fühlte Anna sich leichter als würde eine immense Last von ihren Schultern genommen.
00:05:22: Der gewohnte Druck auf ihre Gelenke wich einer schwebenden Leichtigkeit – als nehme man ihr einen unsichtbaren bleiernden Mantel ab!
00:05:30: Ein erstauntes Murmeln vogte durch die Gruppe bevor Jeffrey einen weiteren Schalter betätigte.
00:05:37: nur einen Herzschlag später verlor Anna jeglichen Kontakt zum Boden und begann zu schweben.
00:05:43: Schwerelosigkeit.
00:05:45: Sie riss die Augen weit auf, während jedes Skepsis für einen Augenblick von purem kindlichem Staunen weggespült wurde.
00:05:53: Azhok lachte unvermittelt auf ein helles befreiendes Geräusch das die Spannung brach.
00:05:59: Ludwig ruderte unbeholfen mit den Armen und begann sich langsam um die eigene Achse zu drehen, während Makiko ein überraschtes Wo!
00:06:08: ausstieß dass augenblicklich in ein gluchsendes Kichern überging.
00:06:12: Lin hingegen schloss die Augen, ihr Gesicht eine starre Maske höchster konzentrierter Wahrnehmung.
00:06:19: Anna spürte wie eine lose Haarsträhne sich von ihrer Schläfe löste und ihr in der sanften Luftströmung zärtlich über die Stirntanzte.
00:06:26: ein winziges, intimes Detail inmitten dieses unfassbaren Augenblicks.
00:06:32: Ein Kugelschreiber glitt langsam aus Ludwigs Brusttasche und segelte davon wie ein kleiner Satellit in einem Traum.
00:06:39: Als Anna instinktiv danachgriff ... verfehlte sie ihn knapp, und die bloße Gegenbewegung ihres Arms schleuderte sie in einer langsamen Kurve rückwärts.
00:06:48: Ein unwillkürliches Lachen entfuhr ihr.
00:06:51: Sie stieß sich geschickt am Sitzbügel ab, fing den Stift ein und hielt ihn wie eine Trophäe triumphierend fest.
00:06:58: Makiko klammerte sich derweil mit zwei Fingern an eine Armlehne und versuchte mit ausgestreckten Beinen den Boden wiederzufinden – wie eine ungelenke Ballerina in der Schwerelosigkeit!
00:07:09: Nach einer Minute, die sich in der Dehnung der Zeit wie eine kleine Ewigkeit anfühlte, brachte Jeffrey die künstliche Schwerkraft zurück und alle Beteiligten landeten sanft auf ihren Füßen.
00:07:20: Die darauf folgende Stille besaß nun eine völlig neue Qualität – sie war atemlos, schwer und von tiefem Respekt
00:07:28: gezeichnet.".
00:07:29: Ich hoffe, das beantwortet ihre berechtigte Frage zur Gravitation, bemerkte Jeffrey Trocken.
00:07:36: Nicht alle meine Fragen, murmelte Makiko.
00:07:39: Doch ihr Tonfall war nun nachdenklich und ohne den vorherigen Spott.
00:07:44: Aber es reicht aus um zuzugeben dass ich mehr hören will, ergänzte Linne und verschränkte die Arme vor der Brust als wolle sie sich gegen die kommende Flut an Informationen wappnen.
00:07:56: Jeffrey wartete einen Moment ab und ließ die neue Realität auf die Anwesenden wirken.
00:08:02: Unsere Organisation ist in Kreisen aufgebaut.
00:08:06: Der grüne Kreis umfasst etwa fünfundzwanzigtausend Mitarbeiter auf der Erde, die in Vereinen Firmen und Stiftungen agieren ohne jemals das große Ganze zu erahnen.
00:08:16: Der gelbe Kreis mit derzeit zwei tausendvierhundert zwölf Mitarbeitern bildet die notwendige Schnittstelle für Logistik und Tarnung.
00:08:24: Diese Menschen wissen zwar von Ganymede aber ihnen steht keine außerirdische Technologie zur Verfügung.
00:08:35: ist genau dies hier.
00:08:36: Auf Ghanü mit Leben und Arbeiten gegenwärtig ein-tausend sechshundert vierundneunzig Menschen.
00:08:43: Grün, gelb, rot, murmelte ashok als taste er sich vorsichtig an die neuen Begriffe heran.
00:08:50: Eine Ampel eine Sicherheitsarchitektur Ein Filter analysierte Anna sofort während ihr Verstand automatisch damit begann Die Informationen in bekannte Muster zu pressen.
00:09:03: Ludwig runzelte finster die Stern.
00:09:06: Das klingt nach der ultimativen Verschwörungstheorie.
00:09:10: Aus einer rein irdischen Perspektive betrachtet, mag das Stimmen gab Jeffrey Unumwunden zu Aber unser Ziel ist nicht die Weltherrschaft sondern das exakte Gegenteil Der Schutz der Menschheit um sie vor der Selbstzerstörung zu bewahren.
00:09:26: Er blickte jedem einzelnen von ihnen tief in die Augen.
00:09:30: Wir möchten sie heute als provisorische Mitglieder im Roten Kreis willkommen heißen.
00:09:35: Sollten Sie dieses Angebot ablehnen, bringen wir sie unverzüglich zur Erde zurück.
00:09:41: Versehen mit einer plausiblen Geschichte für Ihre Abwesenheit und ohne jede Erinnerung an das was Sie hier gesehen haben!
00:09:48: Ja – wir besitzen tatsächlich die Technologie, Erinnerungen gezielt und rückstandslos zu löschen.
00:09:55: Ludwig wich instinktiv einen Schritt zurück.
00:09:58: Das entsetzen deutlich in seinen Zügen.
00:10:01: Das ist äußerst unangenehm, untertrieb er maßlos.
00:10:06: Es ist schlichtweg notwendig, korrigierte Jeffrey ihn sanft.
00:10:11: Wir können nicht das Risiko eingehen, dass unser Wissen die Menschheit unvorbereitet und ungefiltert erreicht.
00:10:18: Anna spürte einen eisigen Stich in der Brust.
00:10:22: Die bloße Vorstellung, diese neu gewonnene Wahrheit wieder zu verlieren und in die Unwissenheit zurückgestoßen zu werden war auf eine Weise beängstigend, die ihre anfängliche Panik bei weitem übertraf.
00:10:34: Doch die eigentliche Macht liegt nicht in unserer Technik, fuhr Jeffrey Ford und seine Stimme gewann an Intensität.
00:10:41: Sondern in Demeter!
00:10:43: Lassen Sie mich ausführen – warum?
00:10:46: Es handelt sich bei ihr um weit mehr als um eine künstliche Intelligenz.
00:10:50: Sie ist eine Superintelligenz und mehr als das, sie ist sich ihrer selbstbewusst.
00:10:55: Sie wurde nicht von Menschenhand erschaffen und sie isst ein Geschenk an uns!
00:11:00: Ein Geschenck!
00:11:02: Anna legte die Stirn in Falten.
00:11:04: In jeder ihr bekannten Mythologie waren Geschenke der Götter untrennbar mit schweren Bürden verbunden.
00:11:11: Linne schnaubte verächtlich Science Fiction Eine bewusste Superintelligenz?
00:11:19: Von außerirdischen?
00:11:21: Jetzt wird es endgültig lächerlich.
00:11:24: Jeffrey nickte ruhig, unbeeindruckt von ihrem Ausbruch.
00:11:28: Ich würde an ihrer Stelle ganz genau so reagieren Aber fragen sie sich Wer sonst hätte diese Station in dieser Tiefe errichten können.
00:11:38: Geben Sie sich selbst die Chance es zu überprüfen.
00:11:42: Dann beweisen sie es uns, verlangte Lynn Auch wenn ihre Stimme nun deutlich leiser klang.
00:11:49: Ich will ebenfalls handfeste Beweise sehen.
00:11:52: Und zwar noch heute warf Anna ein, um Lynn den Rücken zu stärken!
00:11:57: Sie fixierte Jeffrey und versuchte in seinen Augen zu lesen – während ihre Fassungslosigkeit einer Neugierwig die fast körperlich schmerzte.
00:12:06: Und was?
00:12:07: Was genau erwarten sie eigentlich von
00:12:09: uns?!
00:12:10: Was soll unsere konkrete Aufgabe sein?
00:12:13: fragte Aschok mit noch immer zitternder Stimme.
00:12:16: Wir benötigen Ihren Intellekt und Ihre unbestechliche Urteilskraft", erklärte Jeffrey.
00:12:23: Hier arbeitet niemand in einem isolierten Elfenbeinturm, wir klären fundamentale Fragen gemeinsam, bilden Hypothesen, testen und verwerfen sie wieder!
00:12:34: Sie wurden nicht hierher entführt um unter Zwang Aufgaben zu verrichten sondern um zu forschen und den nächsten großen Schritt der Menschheit aktiv mitzugestalten.
00:12:43: Er deutete hinauf zum Jupiter dessen gewaltiger, sturmgepeitschter Anblick nun eine völlig neue, beinahe religiöse Bedeutung besaß.
00:12:52: Damit sie endlich begreifen dass das was Sie heute sehen nicht Ihr Ende markiert sondern den Anfang unserer gemeinsamen Zukunft Die Gruppe verharte in Schweigen.
00:13:04: In der Stille hörte man nur das gedämpfte, stetige Strömen der Lüftung und ein fernes rhythmisches Summen Das unaufförliche Lebenszeichen der Basis.
00:13:13: Anna legte ihre Handfläche flach auf die kühle Armlehne.
00:13:17: Das leichte Zittern ihrer Finger beruhigte sie seltsamerweise, diese technischen Geräusche waren ihr Vertraut!
00:13:25: Sie erinnerten sie an einsame Nachtwachen im Observatorium – an das vertraute Summen von Hochleistungsrechnern und vibrierenden Kühlaggregaten.
00:13:34: Und wenn wir trotzdem ablehnen?
00:13:36: fragte Makiko erneut, ihre Stimme klang diesmal weicher fast suchend... Was genau passiert dann mit uns?
00:13:44: Dann kehren sie zurück in ihr gewohntes Leben, wiederholte Jeffrey geduldig.
00:13:50: Mit einer lückenlosen Biografie und dem Wagen wissen dass Sie etwas von unschätzbarem Wert vergessen haben es aber in diesem leben nie wieder finden werden.
00:14:00: Ludwig stützte die Ellbogen auf seine Knie und startet zu Boden.
00:14:04: Ich will es wissen sagte er leise Aber bestimmt alles.
00:14:10: Sie werden weit mehr bekommen als ihnen momentan lieb ist, warnte Jeffrey mit einem Anflug von tiefer Müdigkeit.
00:14:17: Um sie herum begannen die anderen mit ihren eigenen Ritualen der Bewältigung.
00:14:22: Lin zog ein abgegriffenes Notizbuch hervor und krizelte hastig-äckige Schriftzeichen hinein.
00:14:28: Aschhok tippte konzentriert eine Nachricht in sein Telefon nur um sie im nächsten Moment wieder zu löschen.
00:14:35: Makiko drehte nervös den schmalen Goldring an ihrem Finger als sei es ein stummes Gebet, während Ludwig star auf seine eigenen Hände blickte, als könnten sie ihm die entscheidende Antwort geben.
00:14:46: Anna aber hob ihren Blick erneut hinauf zum Jupiter.
00:14:50: In den gigantischen wirbelnden Mustern seiner Sturmgürtel fand sie einen unerwarteten fast paradoxen Trost.
00:14:58: Wenn das hier war ist wird plötzlich alles möglich dachte sie.
00:15:02: Dann ist jedes bisherige Problem der Erde nur noch eine lösbare Übungsaufgabe.
00:15:08: Es war eine zugleich schreckliche und hoffnungsvolle Erkenntnis.
00:15:12: In ihrem Inneren kämpften zwei Seelen miteinander, die leidenschaftliche Wissenschaftlerin, die dieses Wunder um jeden Preis verstehen wollte – und die mahnende Stimme ihres Vaters, die sie aus der Vergangenheit erreichte.
00:15:25: Pass auf dich auf, mein Mädchen!
00:15:28: Nichts im Leben ist umsonst.
00:15:30: Es folgte eine stundenlange erschöpfende Diskussion in der jede nur erdenkliche Frage beleuchtet Antworten mühsam gefunden und sogleich wieder verworfen wurden.
00:15:40: Jeffrey wurde mit einem Hagel von Fragen bombardiert, die er entweder nicht beantworten konnte oder nicht beantworten wollte – etwa die Frage wer der erste Mensch gewesen war, der Kontakt zu Demeter aufgenommen hatte.
00:15:54: Stattdessen forderte er sie beharlich dazu auf eigene Hypothesen aufzustellen und über die schier grenzenlosen Möglichkeiten zu spekulieren.
00:16:03: Sie planten vermuteten und stritten leidenschaftlich während Jeffrey längst unbemerkt den Raum verlassen hatte.
00:16:10: Es war bereits neunzehn Uhr durch, als Anna nur noch den Wunsch verspürte zu essen und zu schlafen.
00:16:17: Eine bleierne Erschöpfung hatte von ihrem Körper Besitz ergriffen – die schiere Menge an neuen Informationen und die Nachwirkungen der Betäubung forderten nun ihren Tribut.
00:16:27: Morgen so hoffte sie inständig würden weitere Erklärungen folgen.
00:16:32: Als sie schließlich den Lehrsaal verließ wartete bereits ein Roboter auf sie, um ihr den Weg in ihr neues Quartier zu weisen.
00:16:40: Ihre Lippen formten dabei einen einzigen lautlosen Satz der fortan die Grundlage für alles werden sollte – Wissen und Verstehen!
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