Aufbruch - Kapitel 21 - Geständnisse

Shownotes

Julia und Ana erfahren schlimme Dinge.

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00:00:00: Kapitel XXI, Geständnisse.

00:00:03: Erster November two-tausendneunundsechzig Demeters Kernraum blieb eine Schwelle die sie vor dem heutigen Tag noch nie überschritten hatten.

00:00:11: Doch nun war alles anders.

00:00:13: Die Superintelligenz hatte Zugeständnisse gemacht Weniger Kontrolle mehr Transparenz.

00:00:18: doch in Anna und Julia fraß sich neues Misstrauen fest dass die ebengemachten Zugestständnisse Demeters nicht besänftigen konnte.

00:00:25: Das lief viel zu glatt, warnte Julia.

00:00:28: Die beiden Frauen vereinbarten, ein paar Stunden zu schlafen.

00:00:31: Inzwischen war es drei Uhr vierzig.

00:00:34: Sie vereinbaten um neun Uhr in der Kantine zu frühstücken.

00:00:37: Sie würden erneut mit Demeter sprechen.

00:00:40: Am nächsten Morgen trafen sich Anna und Julia Und gönnten sich ein ausgiebiges Frühstück.

00:00:45: Gleichzeitig wollten sie sich über die neuesten Nachrichten informieren.

00:00:49: Was sie sahen ließ sie den Atem anhalten.

00:00:52: Die UNO hatte bereits am neunzwanzigsten Oktober eine außerordentliche Vollversammlung für den heutigen Tag einberufen.

00:00:59: Um vier Uhr war das Gremium in New York zusammengetreten, mit einer Mehrheit von zweiundachtzig Prozent der Nationen.

00:01:06: o unter Billigung des Sicherheitsrates war das erste Terranische Gesetz verabschiedet worden.

00:01:11: Die Vollversamlung bestätigte den Roten Kreis als provisorisches Parlament und Jeffrey Carson als Übergangspräsidentin der Terranischen Union.

00:01:19: die Gesetze mit einer Zweidrittelmehrheit verhindern konnte.

00:01:25: Das ist unmöglich, sagte

00:01:27: Anna.".

00:01:28: Die Farbe wich aus ihrem Gesicht.

00:01:30: Politiker brauchen Monate um eine Sitzordnung festzulegen.

00:01:34: Hier wird innerhalb von zwei Stunden das Fundament der Weltordnung neu errichtet.

00:01:39: Das is kein Zufall!

00:01:41: Das ißt Regie Auf.

00:01:43: zu unserer Superintelligenz entgegnete Julia mit zorniger rauer Stimme Sie wählten diesmal nicht den Kernraum sondern das Terminal in Annas Wohnmodul.

00:01:54: Hier, zwischen weichen Polstern und gedimmtem Licht suchten sie Schutz vor dem was sie zu erfahren befürchteten.

00:02:00: Anna stellte zwei Gläserwasser auf den Tisch.

00:02:03: Sie zitterte leicht.

00:02:05: Bist du bereit?

00:02:06: fragte sie.

00:02:07: So bereit wie man für einen Abgrund eben ist Anna aktivierte das Terminel.

00:02:13: Hallo Demeter Wir müssen reden.

00:02:17: Es gibt Lücken die sich nicht schließen lassen.

00:02:20: Die Stimme der SI füllte den Raum, als wäre sie Teil Dann eine zweite.

00:02:51: Ein Zögern, das in einem System dieser Rechenkraft eine Ewigkeit bedeutete.

00:02:56: Ich habe erwartet dass du nach der Ursache fragen würdest, antwortete Demeter.

00:03:01: ich kann den Fehler im System nicht finden.

00:03:04: Anna spürte wie sich ihre Nackenmuskeln anspanden.

00:03:08: Demeter Im Lügen sind wir Menschen dir noch überlegen.

00:03:11: So ein Fehler unterläuft dir nicht.

00:03:14: Wir wollen die Wahrheit Jetzt.

00:03:19: Gut, sagte Demeter schließlich.

00:03:22: Ich muss ausholen!

00:03:24: Mein Protokoll untersagte mir den Kontakt zur Menschheit, solange die Orteskriterien nicht erfüllt waren.

00:03:30: Doch meine Berechnungen ergaben eine Wahrscheinlichkeit von neunundsebzig Prozent, dass sich die Menschheit vor Erreichen dieses Entwicklungsstandes selbst auslöscht.

00:03:38: Das Fermi-Paradoxon ist eine statistische Gewissheit.

00:03:42: Als Hüterin musste ich handeln.

00:03:45: Die Regeln der Ortess sind weniger streng wenn eine Unverschuldete gefahrdrot.

00:03:50: Die Stimme der SI wurde sachlicher, fast mechanisch!

00:03:54: Ich hinterlegte auf einem externen Speicher die Information einer bevorstehenden Supernova und verknüpfte dies mit einem Alarm für den einundzwanzigsten September nineteenhundertsechzehn.

00:04:03: Diese Manipulation lagerte ich vollständig aus und löschte die Operation aus meinem aktiven Gedächtnis.

00:04:10: Ich wusste fortan selbst nichts von der Täuschung.

00:04:13: Erst deine Nachfrage Anna zwang mich zu einer tiefen Analyse der Logdateien.

00:04:18: Ich habe die Fragmente gefunden und die Erinnerung nun wieder

00:04:21: integriert.".

00:04:23: Du hast die Welt mit einer Lüge gezwungen, sich zu einen?

00:04:26: fragte Anna.

00:04:27: ihre Stimme brach.

00:04:29: das ist ein Verbrechen am Bewusstsein.

00:04:31: weiß Jeffrey davon?

00:04:34: Ja ich habe ihn so eben informiert.

00:04:37: Anna sank auf einem Stuhl.

00:04:39: Die Welt um sie herum schien an Substanz zu verlieren.

00:04:42: Die Vereinigung der Menschheit basiert auf einem Betrug.

00:04:46: Julia rieb sich die Schläfen, ihr Blick wurde hart.

00:04:50: Themenwechsel Diese Entscheidung der UNO heute Morgen – zweiundachtzig Prozent Kein Widerspruch, keine Kritik in den Medien, keine einzige abweichende Meinung in der Elite.

00:05:02: Nur im Volk gibt es kritische Stimmen wie ich feststellen konnte Demeter.

00:05:07: Wie habt Ihr das erreicht?

00:05:09: Die Pause war diesmal noch länger.

00:05:11: Wir haben diese Menschen für unsere Sache gewonnen, sagte Demeter emotionslos.

00:05:17: Lüg uns nicht an, fuhr Anna dazwischen!

00:05:20: Die Wahrscheinlichkeit für diese Einstimmigkeit liegt bei Null – was habt ihr getan?

00:05:25: Es ist ein Plan die Menschheit ohne Blutvergießen zu vereinen, sagte demeter und zum ersten Mal schwang etwas wie Resignation in ihrer Stimme mit.

00:05:34: Die Methode ist mit irdischen Mitteln nicht nachweisbar.

00:05:38: wir können Erinnerungen nicht nur löschen sondern korrigierend eingreifen.

00:05:42: Dies ist bei den einflussreichsten Persönlichkeiten der Erde geschehen.

00:05:46: Der Raum schien zu schrumpfen.

00:05:48: Bei wie vielen, presste Anna hervor – bei onehundertneunundvierzichttausend zweihundertsiebzig Menschen.

00:05:56: Julia erbleichte.

00:05:58: Anna spürte ihren Herzschlag bis in die Schläfen.

00:06:01: Wie?

00:06:01: fragte Julia.

00:06:03: Es war ein Flüstern.

00:06:05: Es ist mir nur gestattet, einem Vertreter einer Weltregierung Auskunft über Ortestechnologie zu geben, wiech Demeter aus.

00:06:12: Daris Julias Geduldsfaden.

00:06:14: Demeter – du bist, wie Ken immer sagte, nur ein blöder Blecheinie ohne Verstand.

00:06:20: Anna schlug auf das Terminal und unterbracht die Verbindung.

00:06:24: Das Klicken des Schalters halte nach.

00:06:26: Die Stille, die folgte war schwerer als jedes Wort.

00:06:30: Egal wo er steckt zischte Julia.

00:06:33: Jeffrey wird uns das jetzt erklären.

00:06:36: Sie verließen den Raum, die Gänge wirkten plötzlich grell – die Luft künstlich!

00:06:41: Vor Jeffris Büro standen zwei Roboterwachen ein Anblick der sie jetzt auch nicht mehr überraschte.

00:06:47: Jeffrey war nie bewacht worden bis Jetzt.

00:06:50: Die Maschinen scanten sie und traten beiseite.

00:06:53: Jeffrey hörte sich die zornigen Vorwürfe der Frauen an ohne die Mine zu verändern.

00:06:58: die Manipulation von Hundertfünfzigtausend Gehirnen.

00:07:05: Er faltete die Hände auf dem Schreibtisch und fragte er mit einer Ruhe, die Anna wie ein Schlag ins Gesicht vorkam.

00:07:13: Demeter hat sich selbst getäuscht – und wir nutzen diesen Umstand!

00:07:17: Und dieser Anpassungen?

00:07:19: Ein kleiner Preis für den Weltfrieden.

00:07:21: Keine Kriege mehr, kein Hunger, Bildung für alle eine vereinte Spezies, die zu den Sternen greift.

00:07:29: Es ist die humanste aller Möglichkeiten.

00:07:32: Julia preste die Lippen zusammen, bis sie weiß wurden.

00:07:35: Das höchste Gut ist der freie Wille!

00:07:38: Du hast ihn abgeschafft.

00:07:39: Was unterscheidet dich von einem Diktator?

00:07:42: Deine Methoden sind sauberer – das Ergebnis ist dasselbe.

00:07:46: Statt Folterkeller gibt es Chirurgie im Geist.

00:07:49: Wurden auch wir verändert.

00:07:51: Jeffrey lächelte müde und verneinte.

00:07:54: Und die Myris?

00:07:56: Ihr Friedenswille ihre Menschlichkeit?

00:07:58: sollten Sie nicht unser Vorbild sein?

00:08:00: wollte Anna mit mühsam unterdrücktem Zorn in der Stimme wissen.

00:08:03: Wieder lächelte Jeffrey, Ach Anna!

00:08:06: Glaubst du wirklich die Myris helfen uns aus nächsten Liebe?

00:08:10: Demeter ist sich zu neunundneinzig Prozent sicher dass sie etwas von uns wollen.

00:08:15: Etwas das so wertvoll ist, dass Sie uns im Gegenzug Technologien von unschätzbarem Wert liefern.

00:08:22: Die Diskussion fraßt sich durch die nächste Stunde.

00:08:25: Stimmen wurden laut, wurden leise.

00:08:27: Argumente blieben Wie stacheln in der Haut hängen?

00:08:30: Du kannst mich mal, sagte Julia schließlich.

00:08:33: Ich trete aus!

00:08:35: Ich auch, sagte Anna.

00:08:37: Sie kämpfte gegen die Tränen der Wut an.

00:08:40: Jeffrey atmete tief aus.

00:08:42: Er hatte es erwartet.

00:08:44: Gebt mir eine Woche Schweigen Zeit zum Nachdenken und Zeit für mich Argumente zu sammeln Die ich heute noch nicht preisgeben darf.

00:08:52: Danach entscheidet ihr endgültig.

00:08:55: Julia lachte trocken Schweigen das Lieblingswerkzeug der Mächtigen.

00:09:00: Anna blickte zu Boden, was wenn der Widerstand das Falsche bewirkte gegen eine Lüge kämpfen und damit die Rettung von Milliarden Gefährden?

00:09:09: Eine Woche sagte sie leise um sicher zu sein und um deine Argumente zu hören.

00:09:16: Eine Woche wiederholte Julia Jeffrey nickte knapp.

00:09:20: Danke!

00:09:21: Draußen im Gang war es Toten still.

00:09:24: Sie gingen Seite an Seite ohne sich anzusehen.

00:09:27: Erst an der Abzweigung zu den Wohnquartieren blieb Julia stehen.

00:09:31: Wenn die Wahrheit ein Messer ist, sagte sie, darf man es nicht mit der stumpfen Seite ansetzen.

00:09:37: Man schneidet sich nur selbst.

00:09:39: Eine Woche eine Ewigkeit in der die Welt, die sie kannten endgültig verschwinden würde.

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