Aufbruch - Kapitel 2 - Wissen für die Menschheit

Shownotes

Am 7. September 2067 trifft sich die Physikerin Ana Turay mit Vertretern der Stiftung "Wissen für die Menschheit" zu einem Vorstellungsgespräch.

https://ana.turay.solimp.at

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00:00:01: Kapitel II.

00:00:02: Wissen für die Menschheit, siebter September.

00:00:04: zwei Tausend Sieben und Sechzig Warme Sonnenstrahlen stahlen sich durch das Fenster und kitzelten Annas Gesicht bis sie blinzelt den Kopf Drähte und voller Entsetzen auf den Wecker starte.

00:00:16: halb zwölf um eins soll ich am Flughafen sein?

00:00:20: entfuhr es ihr während Ihr Herz schlagartig Bis zum Hals klopfte.

00:00:25: Xiao war längst gegangen.

00:00:27: Vor ihrem inneren Auge sah sie ihn noch immer konzentriert im Hörsaal sitzen, den Stift verloren zwischen den Fingern drehend.

00:00:34: Hastig schwang sie die Beine aus dem Bett und alte ins Bad wo sie das heiße Wasser der Dusche über sich ergehen ließ um die lebende Müdigkeit fortzuspülen während der Herrbeduft des Zitronenschampus langsam ihre Sinne schärfte.

00:00:48: vor dem Spiegel beschränkte sie sich auf ein dezentes Make-up kaum mehr als einen Hauch Wimperntusche bevor sie den hellbäschen Hosenanzug aus dem Schrank holte.

00:01:00: Obwohl er aufgrund seines steifen formellen Schnitz nie ihre erste Wahl war, ließ die Erinnerung an ihren Vater der ihn ihr geschenkt hatte ein flüchtiges Lächeln auf ihren Lippen zurück.

00:01:11: Irgendwann wirst du ihn brauchen.

00:01:13: glaub mir!

00:01:14: Hatte er damals Prophezeit und heute schien dieser Tag tatsächlich gekommen zu sein.

00:01:19: Während Sie den Stoff an den Schultern glattstrich versuchte sie krampfhaft damit auch die inneren Falten ihrer wachsenden Nervosität zu glätten.

00:01:28: Es war Mittwoch der siebte September.

00:01:30: zwei tausendseinzehntzig und ein blauer Himmel wölbte sich über Nairobi, während die Luft bereits eine erste noch nicht drückende Wärme verstrümmte.

00:01:40: Um Punkt dreizehn Uhr stand das Treffen mit den Vertretern der Stiftung an, die von einem außergewöhnlichen Forschungsauftrag gesprochen hatten – streng vertraulich und ohne jegliche Details.

00:01:51: Je länger sie jedoch darüber nachdachte Desto mehr vermischte sich ihre natürliche Neugier mit einem dunklen Faden des Misstrauens.

00:01:59: Stress, verdammt!

00:02:01: Wo bleibt das Taxi?

00:02:03: Ein Blick auf das Display verriet ihr dass es bereits zwölf Uhr war obwohl der Wagen eigentlich vor zehn Minuten hätte bereit stehen sollen.

00:02:11: Das fängt ja gut an, murmelte sie und bis sich nervös auf die Unterlippe während die Minuten unerbittlich verstrichen Zwölf uhr drei zwölfuhr fünf Das war's dann wohl mit dem Job schimpfte sie leise, fast so – als wollte sie das Schicksal mit ihrem Pessimismus herausfordern.

00:02:29: Bis um zwölf Uhr sechs endlich das Telefon klingelte.

00:02:32: Der Wagen war da!

00:02:34: In Fliegender hast Griff Anna ihre Tasche, Warf Handy, Portemonnaie sowie den Notizblock hinein und rannte die Treppen hinunter.

00:02:42: Kaum dass sie im Fonds des Wagens Platz genommen hatte, platzte es aus ihr heraus.

00:02:48: Ich habe den Wagen für elf Uhr fünfzig bestellt.

00:02:51: Wenn wir nicht pünktlich um dreizehn Uhr am Flughafen sind, gibt es massiven Ärger.

00:02:56: Der Chauffeur – ein hagerer Mann mit tief in den höhlen liegenden Augen – hob beschwichtigend die Hände und erklärte, dass er nur einspringe, da das ursprüngliche Fahrzeug einen Defekt gehabt habe bevor er hart auf das Gaspedalt trat.

00:03:10: Der Wagen schoss davon und die Stadt glitt in einem unschaffen Film am Fenster vorbei.

00:03:15: Surrende Ebusse – Ein Straßenhändler der mit einer Tüte gerösteter Erdnüsse winkte und eine Drohne, die nervös im Abwind eines startenden Helikopters blinkte.

00:03:25: Auf der Umgehungsstraße schub sich eine CLKW-Kolonne voran – doch der Fahrer schlängelte sich geschickt zwischen den Spuren hindurch, während er über neu markierte Fahrstreifen murte und schließlich mit einem waghalsigen Manöver überholte.

00:03:40: Als ein Motorrad so nah am Spiegel vorbei huschte, dass Anna scharf die Lufteinzug tat ihr Begleiter am Steuer als wäre nichts geschehen.

00:03:48: «Keine Sorge», sagte Ich kenne jedes Schlagloch bis Yomo Kenyatta.

00:03:54: Das beruhigt mich ungemein, erwiderte Anna Trocken – doch das enge Gefühl in ihrer Brust wollte nicht weichen.

00:04:01: Immer wieder wanderte ihr Blick zur Uhr, zwölf Uhr vierunddreißig, zwelfuhr sechsundvierzig.

00:04:07: Bis schließlich der Flughafen in Sicht kamen eine futuristische Konstruktion aus Glas-, Beton- und Stahl, deren Träger wie die massiven Rippen eines gewaltigen Tieres in den Himmel ragten.

00:04:18: Der Treffpunkt war die internationale Ankunftshalle, wo sie auf einen gewissen Donald Smith warten sollte – der sie so die kryptische Anweisung schon erkennen würde.

00:04:28: Dieser Satz allein hatte ihr bereits im Vorfeld unbehagen bereitet.

00:04:33: Um zwölf Uhr achtundfünfzig sprang sie aus dem Taxi und hastete in die Halle, wo Sie von einem Stimmengewirr, surrenden Rollkoffern und dem Geruch von Kaffee- und Desinfektionsmittel empfangen wurde.

00:04:45: Während die Bildschirme Ankünfte aus aller Welt anzeigten, wuchs ihre Nervosität mit jeder Sekunde.

00:04:52: Warum ein Flughafen?

00:04:54: Warum kein Büro?

00:04:56: Ein leichtes Tippen an ihrer Schulter ließ sie je herumfahren.

00:05:00: Vor ihr stand ein sportlicher blonder Mann Mitte dreißig der hinter seiner dunklen Sonnenbrille unnaber wirkte.

00:05:08: Donald Smith stellte er sich knapp vor Eine wandelnde Zahnpasta-Reklame dachte Anna und unterdrückte mühsam den Impuls, angesichts seiner Perfektion laut aufzulachen.

00:05:21: Smith bedeutete ihr zu folgen und öffnete eine unscheinbare Tür die in einen schmalen Gang mit schwachem Licht-und muffliger Luft führte.

00:05:30: So beginnt doch jeder Horrorfilm!

00:05:32: Ging es ihr durch den Kopf während ihre Schritte dumpf auf dem Beton halten und sie schließlich durch ein Labyrinth leerer Gänge führten.

00:05:40: Gelbe Linien markierten den Boden während über ihnen eine Neonröhre in unregelmäßigen Intervallen flackerte, bis sie plötzlich auf dem weiten Vorfeld standen.

00:05:50: Ohne Kontrollen, ohne Passanten – nur ein einzelner grauer Pendelbus wartete dort verlassen auf sie.

00:05:57: Das Fahrzeug brachte sie schließlich zu einem weißen Privatjet, auf dessen Bordwand in schlanken Lettern der Schriftzug Wissen für die Menschheit prankte.

00:06:06: Während sich der Geruch von Kerosin mit der vom Asphalt aufsteigenden Hitze mischte Durchflutete Anna eine Mischung aus Erleichterung und tiefer Verwunderung.

00:06:15: Der luxuriöse Innenraum mit seinen hellbeschen Ledersesseln- und gläsernen Tischen dämpfte jeden ihrer Schritte auf dem schweren Teppich.

00:06:23: In der Kabine saß bereits ein weiterer Passagier – Ludwig Berger, ein großgewachsener Neurobiologe aus Stockholm, der ebenfalls zu einem Bewerbungsgespräch geladen war.

00:06:34: Gemeinsam wunderten sie sich über den exorbitanten COII-Abdruck dieser Reise der so gar nicht zum Image der Stiftung passen wollte.

00:06:44: Ein eklatanter Widerspruch, bemerkte Ludwig Spöttisch.

00:06:47: doch Anna glaubte in seinen Augen dasselbe Unbehagen zu erkennen das auch sie ergriffen hatte.

00:06:53: Der Jet hob fast lautlos ab und während Nairobi unter ihnen zu einem winzigen Flecken schrumpfte vertieften Sie sich in ein Gespräch über ihre Dissertationen.

00:07:03: Anna erklärte ihre Arbeit über topologische Quantenfelder und ihre astrophysikalische Studie zur kritischen Masse von Supernovae, während Ludwig mit leuchtenden Augen von der Neuroplastizität erzählte.

00:07:16: Trotz der faszinierenden Themen blieb eine unterschwellige Spannung im Raum.

00:07:21: Findest du das hier normal?

00:07:24: fragte Ludwig schließlich mit gesenkter Stimme.

00:07:30: Es ist, als wären wir Figuren in einem Spiel.

00:07:34: Man sagt uns wohin und wir folgen ohne das Ziel zu

00:07:37: kennen.".

00:07:39: In diesem Moment kehrte Smith zurück und bot ihnen Brötchen an – wie jedoch jeder Frage nach ihrem Ziel mit einer wagen Antwort aus!

00:07:47: Er wirkte auf Anna so perfekt dass er fast wie eine digitale Animation erschien.

00:07:53: Um sich zu beruhigen notierte sie ihre drängendsten Fragen Doch bevor sie eine Antwort finden konnte, senkten sich die Jalousien automatisch und das Licht wechselte in ein warmes Weiß.

00:08:05: Seltsam still findest du nicht?

00:08:07: fragte Ludwig.

00:08:08: Und tatsächlich war jedes Dröhnen der Triebwerke verschwunden.

00:08:12: Anna wollte nach ihrem Telefon greifen doch ihre Lieder wurden plötzlich bleich schwer.

00:08:18: Sie sah noch wie Ludwig den Mund zu einer Warnung oder einem Abschied öffnete Bevor die Stille zu einer undurchdringlichen Decke wurde die sie unter sich begrub.

00:08:28: Als sie schließlich wieder hochschreckte, war da nur noch diese seltsame lastende Stille – kein Motor, keine Bewegung!

00:08:36: Der Versuch, die Jalousie hochzuschieben, misslang kläglich….

00:08:41: Ludwig?

00:08:43: Wollte sie rufen, doch die Dunkelheit, die darauf hinfolgte,

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